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Satz, Bild und Wort. Der Stil des Denkens

Dieter Lamping

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Karl Jaspers als Schriftsteller ernst zu nehmen heist nicht, seinem Werk asthetische Qualitaten oder ihm stilistische Fahigkeiten zuzuschreiben, die nicht vorhanden sind. Es bedeutet vielmehr, der Eigenart seines Schreibens gewahr zu werden. Eine solche Eigenart muss haben, wer vom Publikum als Schriftsteller wahrgenommen werden will, selbst wenn er Philosoph ist. Entgegen der weitverbreiteten Auffassung hat sich auch Karl Jaspers eine eigene Diktion geschaffen. Sie ist fassbar in den Schreibweisen, derer er sich bediente, essayistischen und aphoristischen, diskursiven und narrativen, und in den Wortern, die er wahlte – also vor allem in seiner Syntax und in seinem Lexikon.

https://doi.org/10.1007/978-3-476-04688-8_6