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AUTHOR
Annika K. Müller
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Mobilität(en) und eine transnationale Forschungsperspektive
2020
Mobilitat zahlt mittlerweile zu einem der Schlusselbegriffe des 21sten Jahrhunderts und kann als grundlegendes Charakteristikum moderner Gesellschaften verstanden werden. Salazar schreibt hinsichtlich dessen: „In many parts of the world, mobility is considered to be an important way of belonging to today’s society“. Inwiefern diese Aussage auch auf die Lebenswelt Digitaler Nomaden zutrifft, gilt es im Folgenden noch zu untersuchen.
Mobilitätshandlungs- und Netzwerkmuster – Verdichtung durch empiriebasierte Querbezüge
2020
Nachdem im vorangegangenen Kapitel 6 die beiden eruierten Mobilitatshandlungsmodi (jeweils als Typus) anhand zweier kontrastiver Fallverlaufe vorgestellt wurden, erfolgt in diesem Kapitel eine Verdichtung der gewonnenen Erkenntnisse. Konkret bedeutet dies, dass Handlungs- und Strukturcharakteristika, welche sich in den Fallverlaufen als zentral erwiesen, nochmals aufgegriffen und mit weiteren empirischen Datenmaterialien in Bezug gesetzt werden. So gelingt eine Herausarbeitung weiterer Ahnlichkeiten und Kontraste, welche schlieslich zu einer induktiv ausgerichteten Verdichtung fuhren.
Digitales Nomadentum als Lebensstil
2020
Mit der vorliegenden Untersuchung wurden empiriebasierte Einblicke in die noch junge Entwicklung der Lebensfuhrung weltweit mobiler und onlinebasiert arbeitender Personen, respektive Digitaler Nomaden, wie sie bislang noch nicht zuganglich waren, gewahrt. Wenngleich nach dem fur die vorliegende Arbeit durchgefuhrten Feldforschungsaufenthalt im Sommer 2015 einige wenige Publikationen anderer AutorInnen erschienen, zeigt sich doch, dass diese primar auf onlinebasierte und/oder quantitative Daten zuruckgreifen. Fur die vorliegende Forschungsarbeit wurde hingegen eine explorative Vorgehensweise gewahlt, bei der die Akteure an ihren ausgewahlten Destinationen getroffen und narrative Interviews i…
Mobilitätshandlungsmodi – Identifikation und Rekonstruktion entlang kontrastiver Fälle
2020
Wie angekundigt werden im Folgenden die beiden im Analyseprozess erarbeiteten Mobilitatshandlungsmodi vorgestellt. Modus eins wird dabei exemplarisch entlang des Interviews mit Malte und Modus zwei auf Basis der Interviewerzahlung von Gerrit nachgezeichnet. Die beiden Akteure wurden deshalb aus dem Sample ausgewahlt, da sie aufgrund ihrer soziodemographischen Charakteristiken zunachst als relativ homogen und dementsprechend als relativ gut vergleichbar erscheinen; beide mannlich, Ende 20, im Besitz der deutschen Staatsangehorigkeit, verfugen uber einen Bachelorabschluss an einer deutschen Universitat sowie uber Erfahrungen im Bereich der Selbststandigkeit.
Rahmenstruktur und Konstruktionen Digitalen Nomadentums im Kontext von Mobilität und Netzwerkeingebundenheit
2020
In diesem Abschnitt erfolgt mit Blick auf das Datenmaterial nun ein Perspektivwechsel. Denn es rucken Elemente ins Betrachtungszentrum, welche von den Interviewten zwar implizit angesprochen, in den Erzahlverlaufen jedoch (meist) nicht im Detail erlautert oder reflektiert werden. Dies ist im Allgemeinen darauf zuruckzufuhren, dass es sich hierbei um Thematiken und Zusammenhange handelt, welche nicht im unmittelbaren Interessens- oder Aufmerksamkeitsfokus der Befragten stehen.
The digital nomad: Buzzword or research category?
2016
“Living and Working in Paradise: The Rise of the Digital Nomad” (Hart, 2015) is the title of an article in The Telegraph about a new generation of location-independent freelancers, young entreprene...
Persönliche Netzwerke und eine relationale Forschungsperspektive
2020
Anknupfend an die voranstehend besprochenen theoretischen Ausfuhrungen wird in diesem Kapitel das Ziel verfolgt, aufzuzeigen, wie die potentiell weltweiten Mobilitats- und Handlungspraktiken Digitaler Nomaden konzeptionell erfasst werden konnen. Hierzu wird zunachst beleuchtet, wie unter einem Perspektivwechsel der Blick von nahraumlichen hin zu weltumspannenden Bezugseinheiten (vgl. Pries 2010: 17) respektive personlichen Netzwerken gelenkt werden kann. Anliegen ist es dabei, nicht nur dyadische Beziehungen, sondern auch die dahinterliegenden Strukturen transparent zu machen.
Forschungsgegenstand und Forschungsfragen
2020
Arbeit, Mobilitat und Lebensformen im Allgemeinen unterliegen einem Wandel – so die in wissenschaftlicher Literatur mittlerweile vielfach zu lesenden Hinweise (vgl. z. B. Cresswell 2006: 20; Florida 2014; Merkel & Oppen 2013; Nadler 2014; Sheller & Urry 2006: 207). Auch wenn diese Aussage zunachst trivial erscheint, deutet sie doch auf einen der Grundpfeiler zur Herausbildung der noch jungen Mobilitats- und Handlungspraktiken Digitaler Nomaden hin. Denn wie voranstehend bereits unter Verweis auf Cresswells Zitat „We cannot understand new mobilities, then, without understanding old mobilities“ (Cresswell 2010: 29) angefuhrt wurde, wird Ahnliches auch fur die Erarbeitung eines Verstandnisses …