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RESEARCH PRODUCT

Dermoide und Epidermoide des Schädelknochens, ihre Differentialdiagnose und Behandlung

G. BauchhenssK. Schürmann

subject

Gynecologymedicine.medical_specialtybusiness.industryCardiothoracic surgerymedicineSurgerybusiness

description

An Hand acht beobachteter Dermoide bzw. Epidermoide des Schadeldaches mit extraduraler ossarer Lokalisation werden Haufigkeit, Ursprung sowie diagnostisch verwertbare Eigenschaften der seltenen epithelialen Misbildungstumoren diskutiert. Als charakteristisches radiologisches Kennzeichen gelten meist glattrandige, wie ausgestanzt erscheinende Lochdefekte im Bereich der Schadelkalotte und des Gesichtsskeletes. Dabei wird auf differentialdiagnostisch wichtige osteolytische Prozesse besonders hingewiesen. Die Behandlung erfolgt durch osteoplastische Trepanation mit Resektion der Knochenherde und vollstandige Entfernung aller auch epidural sich ausbreitender Kapselreste, wobei die Kommunikation mit einem subdural gelegenen Tumoranteil sicher auszuschliesen ist. Grosere resultierende Knochendefekte werden durch osteoplastisches Spanmaterial gedeckt. Bei Sauglingen und Kleinkindern genugt die einfache Exstirpation der noch gut abgrenzbaren cystischen Geschwulst unter Verzicht auf eine Blockresektion. Die Prognose ist bei exakter Mitausraumung der Cystenwand einschlieslich all ihrer Auslaufer gut. Ein Rezidiv wurde bei den von uns behandelten Patienten wahrend einer durchschnittlichen zweijahrigen Beobachtungszeit nicht festgestellt.

https://doi.org/10.1007/bf01530396