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RESEARCH PRODUCT
Paralytischer oder febriler Kollaps bei Isovolämie
E. F. Gersmeyersubject
description
Als dritte Form peripheren Kreislaufversagens last sich der als paralytischer oder febriler Kollaps bezeichnete Zustand einer zirkulatorischen Insuffizienz abgrenzen [347]. Er ist analog den Verhaltnissen der exogenen und der endogenen Hyperthermie [347, 1414, 1415, 1513—1516] durch exzessive Leistungssteigerung des Herzens und des Kreislaufsystems, Erweiterung der distalen arteriellen Gefase und damit Herabsetzung des peripheren Widerstandes (zunachst vornehmlich der Haut), durch teils erhohten oder erhaltenen, teils in spateren Stadien auch verminderten Elastizitatsmodul des arteriellen Windkessels, vergrosertes Schlagvolumen, Zunahme der Herzfrequenz und durch beide Faktoren bis zum Mehrfachen erhohtes Herzzeitvolumen sowie gesteigerte Umlaufgeschwindigkeit des Blutes charakterisiert. Dabei ist der arterielle Mitteldruck meist zunachst etwa im normalen Bereich, gelegentlich bei Hyperthermie zunachst uber langere Zeit auch erhoht [638, 646], in spateren Stadien aber gesenkt, und die Druckamplitude ist, vorwiegend auf Kosten des abgesunkenen diastolischen Drucks, deutlich vergrosert.
year | journal | country | edition | language |
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1961-01-01 |