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G. Bingham Powell Jr., Contemporary Democracies. Participation, Stability, and Violence, Cambridge, Massachusetts und London, England 1982

Edeltraud Roller

subject

HistoryMedia studiesHumanities

description

G. Bingham Powell Jr. ist Professor fur Politikwissenschaft an der Universitat von Rochester. Er ist Mitautor von „Comparative Politics“ (→ Almond/ Powell 1978), dem ersten systemtheoretisch orientierten Lehrbuch der vergleichenden Politikwissenschaft, auf dem wiederum „Comparative Politics Today“ (Almond u.a. 2004) basiert, das zu einem der Standard-Lehrbucher politischer Systeme avanciert ist. In der zweiten Auflage von „Comparative Politics“ haben Gabriel Almond und Powell die systemfunktionalistische Betrachtungsweise des politischen Systems ausgeweitet und um die Dimension der Evaluation der Performanz oder Leistungsfahigkeit politischer Systeme erganzt. Die politische Analyse durfe sich nicht nur auf Strukturen und Prozesse beschranken, sondern musse ebenfalls die Frage einschliesen, ob die politischen Prozesse am Ende auch zur Einlosung der intendierten politischen Ziele fuhren. Die Autoren haben eine Liste von acht politischen Zielen vorgeschlagen (1978, S. 398) — darunter politische Stabilitat, Partizipation, Sicherheit, Freiheit und Wohlfahrt — von denen sie unterstellen, dass deren Realisierung von allen politischen Systemen, demokratischen und nicht-demokratischen, erwartet wird. Diese Kriterien konnen deshalb zu einer externen und system-neutralen Evaluation der Resultate politischer Prozesse eingesetzt werden. In „Contemporary Democracies“ werden mit Partizipation, Stabilitat und Gewalt drei dieser Performanzkriterien aufgegriffen.

https://doi.org/10.1007/978-3-531-90400-9_98