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Animationen in jihadistischer Videopropaganda: Bewegung unter dem Gebot des islamischen Anikonismus

Yorck Beese

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Wahrend jihadistische Videopropaganda (JVP) dafur beruchtigt ist, u. a. in Form blutrunstiger Exekutionsvideos durch Soziale Medien verbreitet zu werden, sind die filmsprachlichen Kompetenzen der jihadistischen Videoproduzenten bzw. des IS bislang als solche kaum erforscht. Der vorliegende Beitrag untersucht beispielhaft das Phanomen der Animation in JVP im Spannungsfeld von Form und Format. Uber das islamische Bilderverbot sowie einer Studie von Animationen in jihadistischen Filmen seit 1986 wird ein Inventar der historischen und gegenwartigen Ausdrucksmoglichkeiten der JVP beschrieben. Deutlich wird dabei, wie durch die religiosen Vorschriften des Islam JVP-Produzenten in ihren Ausdrucksmoglichkeiten begrenzt sind. Die Ergebnisse dieser Studie werfen ein Schlaglicht auf Produktionsbedingungen, ideologische Persuasionsmoglichkeiten und filmgestalterische Syntax der JVP.

https://doi.org/10.1007/978-3-658-28751-1_7