Search results for "050402 sociology"
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Gender and Context. De-Institutionalization and Gender Differentiation
1998
Zusammenfassung Im Zuge der zunehmenden Inklusion der Frauen ist es in den letzten Jahrzehnten zu einer De- Institutionalisierung des Geschlechterverhältnisses gekommen. Während die Geschlechterdifferenz lange Zeit institutioneil abgesichert war, muß sie heute vermehrt über Handeln erzeugt und symbolisch markiert werden. Dies führt zu einer „Kontextualisierung“ der Geschlechterdifferenz, das heißt, die Aufrechterhaltung geschlechtsspezifischer Ungleichheitsverhältnisse wird zu einem voraussetzungsvollen Prozeß, der an spezifische Konstellationen gebunden ist. Am Beispiel einer Untersuchung, die auf vergleichenden Fallstudien in drei Berufsfeldern mit unterschiedlicher Geschlechterzusammense…
Über das Sichtbare hinaus. Eine Soziologie künstlerischer Praxis
2018
Zusammenfassung Mit einer ethnografischen Perspektive untersucht der Aufsatz künstlerische Praxis im Feld der bildenden Kunst. Ins Zentrum rückt die Frage, wie Kunstwerke beziehungsweise künstlerische Arbeiten in situ hervorgebracht werden. Dabei folgt die Ethnografin den PraktikerInnen respektive den KünstlerInnen und ihrem situierten Tun. In Form soziologisch-ethnografischer Analysen wird gezeigt, 1) wie eine bestimmte Praxis künstlerisch qualifizierten Sehens an Kunsthochschulen geübt wird, 2) wie künstlerische Praxis als Interaktion zwischen Körper und Material hervortritt, 3) wie KünstlerInnen ihre Arbeiten durch ästhetisches Antizipieren entwickeln und beurteilen und schließlich 4) wi…
Un/doing Differences. Die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten / Un/doing Differences. The Contingency of Social Belonging
2014
Zusammenfassung Der Aufsatz entwickelt einen analytischen Rahmen für vergleichende Forschungen zur Herstellung, Überlagerung und Außerkraftsetzung kultureller Differenzierungen von Menschen - für das ‚doingʻ und ‚undoingʻ sozialer Zugehörigkeiten. Er diskutiert allgemeine Aspekte von Humankategorisierungen, das Konzept des ‚boundary making ʻ sowie Ansätze zum Denken von Mehrfachzugehörigkeiten (Intersektionalität, Differenzierungstheorie und multikulturelle Hybridität). Ins Zentrum der Betrachtung stellt er die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten, d. h. die Konkurrenz und Temporalität solcher Kategorisierungen. Kontingent sind diese nicht nur, weil sie sozial hergestellt und aufgebaut, sond…
Das lesende Schreiben und das schreibende Lesen / Reading Writing/Writing Reading
2013
Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag untersucht Schreiben und Lesen als epistemische Praktiken. Er schließt eine Leerstelle innerhalb der Wissenschaftsforschung, die dadurch entsteht, dass die Produktion von Wissen in der lokalen Forschungspraxis und die Publikation von Wissen im wissenschaftlichen Diskurs als getrennt voneinander bestehende Phänomene behandelt werden. Dem entgegen wird aufgezeigt, auf welche Weise Forscher wissenschaftliches Wissen im individuellen Schreiben und Lesen von Texten herstellen und mithilfe von Schriftmedien sich selbst und anderen kommunikativ zugänglich machen. Mit diesen Praktiken wird die lokale Erzeugung von Wissen auf den Diskurs der jeweiligen epistem…
"In der Mathematik ist ein Streit mit Sicherheit zu entscheiden". Perspektiven einer Soziologie der Mathematik
2000
Die Mathematik wird in diesem Aufsatz als ein empirisches Beispiel präsentiert, an dem sich die Voraussetzungen eines "rationalen Dissenses" exemplarisch untersuchen lassen. Denn im Gegensatz zu anderen epistemischen Kulturen gibt es in der Mathematik weder interpretative Flexibilität noch unentscheidbare Kontroversen. Auf der Basis einer medientheoretischen Perspektive und einer Feldstudie in einem internationalen Mathematikinstitut geht der Aufsatz der Frage nach, ob die Soziologie im Falle der Mathematik nicht auf eine prinzipielle Grenze stößt. In einem ersten Teil wird die These einer epistemischen Besonderheit der Mathematik präzisiert und in Auseinandersetzung mit zwei programmatisch…
The Sociology of Nazism
1994
In a previous paper, we tested a number of critical hypotheses derived from the three principal explanations of the sociology of Nazism. Our major finding was that the mass society, lower middle-class party of protest, and political confessionalism theses are empirically flawed. In this article, we apply an interest-based theory to the sociology of blue-collar Nazism. Using a sample of 15,006 workers who joined the Nazi Party between 1925 and 1932, we test the validity of our interest-based theory. The data demonstrate significant support for an interest-based account of Nazi Party working-class joining.
Wem fehlt‘s hier an Distanz? Über Gender Studies als Beruf
2019
Abstract This reply shares the standard set by the discussants that sociological observation – especially in Gender Studies – makes considerable demands with regard to perspective. However, the reply contests that the discussed paper lacks a tolerance of inequality or is politically predetermined. Indeed, in contrast, it is argued that Luhmann’s difference-theoretical thinking lacks empirical specificity and that data gathered in private settings make higher demands with regard to perspective: The professional observation of gender differentiation requires getting not only political, but especially cultural and familial perspective. These are found to be lacking in the discussants. Their st…
Avec tact et mesure ? Les médecins généralistes français aux prises avec les évaluations chiffrées de leur pratique
2012
L’article s’interesse aux effets de l’evaluation chiffree de la qualite des pratiques en medecine generale. La mise en perspective des reformes concernant la medecine generale liberale en France montre que le deploiement progressif de dispositifs d’encadrement de la pratique connait aujourd’hui un tournant metrologique decisif. Nous en envisageons le retentissement sur les generalistes a partir de deux etudes originales consacrees aux soins preventifs. Les critiques et formes de resistance professionnelles sont examinees, avant d’approfondir l’experience et les arguments des praticiens qui consentent a la mesure du travail medical, voire s’en saisissent, pour apprecier les inflexions en cou…
Bizet, Bach und Beyoncé. Hochkulturelle Musik in grenzüberschreitenden Geschmackskombinationen
2017
Dieser Beitrag setzt sich mit den musikalischen Korrelaten eines hochkulturellen Musikgeschmacks auseinander. Von besonderem Interesse sind dabei asthetische Grenzuberschreitungen, bei denen Vorlieben fur Opern und klassische Musik beispielsweise mit popularen oder trivialen Praferenzen verbunden werden. Zwei Fragen stehen im Zentrum der Diskussion: Welche Kombinationen hochkulturellen Musikgeschmacks mit anderen musikalischen Praferenzen treten in Deutschland auf und finden sich in verschiedenen Kombinationen auch unterschiedlich starke Zusammenhange mit der sozialen Position? Zur Beantwortung der Fragen wird das Konzept der Omnivorizitat herangezogen, konzeptionell erweitert und empirisch…
A One Health perspective on the issue of the antibiotic resistance
2020
For a few years now, the One Health concept has appeared to go hand in hand with the issue of antibiotic resistance as the most comprehensive and global solution. As part of a study comparing the publicization process of the links between antibiotic resistance and food in France and in the United States, this paper retraces the One Health concept's trajectory in terms of significations and (re)definitions, according to the actors adopting this approach as a viable solution. Furthermore, this paper questions the concept's take over impact in antibiotic resistance reframing as well as its expansion in terms of functioning and applicability. Within social sciences research, interest in the iss…