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RESEARCH PRODUCT

Therapeutische Strategien bei malignen Weichteiltumoren

Th. JungingerM. SchönfelderCh. KettelhackH. RieskeF. KrummenauerHans-detlev SaegerPaul Hermanek

subject

Gynecologymedicine.medical_specialtyTransplant surgeryCardiothoracic surgerySurgical oncologybusiness.industrymedicineSoft tissueSurgeryMalignant soft tissue tumorsbusinessRegister studyAbdominal surgery

description

Einleitung: Ziel einer Weichteiltumor-Registerstudie der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Onkologie (CAO) der Deutschen Gesellschaft fur Chirurgie war die Erfassung der Behandlungsstrategien bei malignen Weichteiltumoren des Erwachsenen. Methodik: In 19 Monaten wurden Daten von 292 Patienten von 99 chirurgischen Kliniken Deutschlands nach einem speziell entwickelten Dokumentationsbogen prospektiv zur pratherapeutischen Biopsie, Vorbehandlung, definitiven chirurgischen Therapie, zu multimodalen Masnahmen und zum pathohistologischen Befund erhoben. Ergebnisse: 39 % der Tumoren wurden in Universitatskliniken, 36 % in Schwerpunktkrankenhausern und 24 % in Krankenhausern der Grundversorgung behandelt. Im Median behandelten die Kliniken 2 Patienten im Beobachtungszeitraum. Bei Extremitatentumoren kam in 96 % ein extremitatenerhaltendes Vorgehen zur Anwendung. Die Haufigkeit einer R0-Resektion unterschied sich in den einzelnen Kliniken nicht signifikant. An Universitatskliniken kamen lokal ausgedehntere Verfahren und additive Masnahmen haufiger zur Anwendung. Die Indikation zur adjuvanten Radiotherapie wurde unterschiedlich gestellt. Nach Kompartmentresektion kam sie in 39 % (19/49) zur Anwendung, nach weiter Excision bei high grade-Tumoren wurde auf sie in 45 % (20/44) verzichtet. Obwohl bei Tumoren des Korperstamms die Radikalitat des operativen Eingriffs geringer war, kam eine erganzende Strahlentherapie nicht haufiger zum Einsatz. Schlussfolgerung: Ansatzpunkte fur eine Verbesserung der Behandlungsqualitat bei Weichteiltumoren sind die Vermeidung einer inadaquaten Vorbehandlung (18 %), die Einhaltung der Regeln der onkologischen Chirurgie (Tumoreinriss in 7 %), die Verbesserung der pathohistologischen Aufarbeitung (fehlende R-Klassifikation in 5–12 %) und die Entwicklung von Leitlinien zur interdisziplinaren Therapie.

https://doi.org/10.1007/s001040051281