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RESEARCH PRODUCT
Selbstoptimierung als gesellschaftlicher Zwang zum Selbstzwang
Heide Von Feldensubject
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Die Begriffe Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung grunden in der historischen Entwicklung einer zunehmenden kulturellen Selbstdisziplinierung der Menschen westlicher Gesellschaften, die vor allem durch die Untersuchungen von Norbert Elias und Michel Foucault ins Bewusstsein gelangt sind. Norbert Elias spricht in diesem Zusammenhang von „gesellschaftlichem Zwang zum Selbstzwang“. Unter Bedingungen neoliberaler Gesellschaftsformationen wirkt dieser Selbstzwang als Instrument im Wettbewerb um berufliche und alltagliche Lebenschancen. Weil ein solcher Wettbewerb aber nicht nur Sieger, sondern auch Verlierer kennt, kann die prinzipiell grenzenlose Selbstverbesserung in ihrer Vereinseitigung zu inhumanen Bedingungen fuhren, sei es dadurch, dass permanent Angste vor gesellschaftlicher Exklusion geschurt werden oder dadurch, dass trotz des „rat race“ eine befriedigende Existenzsicherung nicht erreicht werden kann. Der Sammelband ist Teil unseres DFG-Projektes „Live, learn, lead: Lernformen und Bildungsbedurfnisse Erwachsener in den Rahmungen Lebenslangen Lernens. Wie rezipieren Menschen in Deutschland Appelle des Lebenslangen Lernens?“ (Projektnummer 258758132) und weiterer Arbeiten zu gesellschaftlicher Transformation und individuellen Wirklichkeitskonstruktionen, die in unserer AG „Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ der Johannes-Gutenberg-Universitat Mainz entstanden sind.
| year | journal | country | edition | language |
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| 2019-10-27 |