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Vom “Krüppelheim„ zur Universitätsklinik “Friedrichsheim„

Klaus-dieter ThomannLudwig ZichnerMichael Rauschmann

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Am 22. Februar 1908 fand eine erste offentliche Veranstaltung in Frankfurt am Main statt, mit der fur die Grundung einer Einrichtung fur Korperbehinderte geworben wurde. Diese Initiative wurde von dem Oberburgermeister F. Adickes und einflusreichen Burgern unterstutzt. Ein Jahr spater, am 21.3.1909 wurde der “Verein fur Kruppelfursorge fur die Bezirke Wiesbaden und Frankfurt am Main„ gegrundet. Den finanziellen Grundstock legte die Fabrikantenwitwe Elisabeth Konig. Neben 200 000 Reichsmark uberschrieb sie dem Verein sechs Morgen Land in der besten Wiesbadener Villengegend auf dem Neroberg. Hier sollte das neue “Kruppelheim„ entstehen. Allerdings scheiterte dieser Plan am Widerstand wohlhabender Burger. Die Stadt Wiesbaden lehnte daraufhin die Schenkung mit folgenden Worten ab: “Hier in der Weltstadt wunscht man nicht, das Elend der armen Kruppel zu sehen. Man mus auf die Luxusfremden Rucksicht nehmen. Man lebt von ihnen.„

https://doi.org/10.1007/978-3-642-58701-6_8