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RESEARCH PRODUCT

Aussagemöglichkeiten und technischer Aufwand verschiedener Methoden der Harnsteinanalyse

Klaus AltrockWerner Dosch

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Fur die Analysen von Harnsteinen werden unterschiedliche Methoden vorgeschlagen oder angewendet, deren Aussagemoglichkeiten nicht immer gleichwertig sind. Auch der instrumenteile und der Arbeitsaufwand unterscheiden sich z. T. betrachtlich, wie beispielsweise eine Gegenuberstellung der unpratentiosen naschemischen Analyse mit der aufwendigen rontgendiffraktometrischen Untersuchung deutlich macht. Die hohen Investitionskosten der physikalischen Analysenmethoden konnen dann vertretbar werden, wenn man etwa bei der Planung eines medizinischen Zentrums eine weitgehende Auslastung des Analysengerats zugrundelegen kann. Die einfachste Losung ist freilich dann gegeben, wenn sich, wie bei den Autoren dieses Aufsatzes, Mineralogische und Urologische Institute zum Zwecke der Harnsteinanalyse zusammentun. Ein einmal vorhandenes Rontgendiffraktometer last sich daruber hinaus auch fur Gallensteinanalysen, die Unterscheidung von Gicht und Pseudogicht (Nachweis von Kristallphagozyten aus dem Gelenkpunktat) und andere medizinische Probleme nutzen, bei denen kristallisierte Stoffe eine Rolle spielen. Ebenso kann die Infrarotspektroskopie als ein alternatives Verfahren der Harnsteinanalyse weitere Einsatzmoglichkeiten in der Medizin finden.

https://doi.org/10.1007/978-3-642-47051-6_1