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RESEARCH PRODUCT
Akzeptanz und Nutzung öffentlicher Automaten durch Ältere: Ergebnisse einer europÄischen Untersuchung
Heidrun MollenkopfIsto RuoppilaFiorella MarcelliniLiana Spazzafumosubject
Issues ethics and legal aspectsHealth (social science)Geriatrics gerontologyPolitical scienceTelephone cardGeriatrics and GerontologyGerontologyHumanitiesdescription
Die Autoren dieses Beitrags stellen Befunde uber altere Manner und Frauen als Nutzer von Fahrkartenautomaten, Bankautomaten und Kartentelefonen vor. Basis der Analysen bilden Daten, die im Rahmen des internationalen Kooperationsprojektes „Keeping the Elderly Mobile“ in vier europaischen Stadten erhoben wurden. Die Untersuchungen fanden 1995 in Mannheim (Westdeutschland) mit 404, in Chemnitz (Ostdeutschland) mit 400, in Ancona (Italien) mit 600 und in Jyvaskyla (Finnland) mit 618 in Privathaushalten lebenden Befragten statt, die aus den jeweiligen Einwohnermeldedregistern zufallig ausgewahlt wurden. Die nach Geschlecht und Alter disproportional geschichtete Stichprobe setzte sich zu gleichen Teilen aus Frauen und Mannern zusammen und umfasste zwei Altersgruppen (55–74 Jahre und 75 Jahre und alter). Der Gebrauch der Automaten ist in allen untersuchten Stadten allgemein gering: Die meisten Befragten benutzen sie nicht. Die gebrauchlichsten Automaten sind Bankautomaten in Chemnitz und Kartentelefone in Mannheim. Logistische Regressionsanalysen ergaben, dass das Alter der Befragten in allen vier Stadten und bei allen drei Automaten den wichtigsten Erklarungsfaktor bildet. Das bedeutet, dass die Gerate vor allem von Jungeren benutzt werden. Bildung erwies sich als weiterer wichtiger Faktor, noch vor Geschlecht. Fur jedes der technischen Gerate wurde auser nach der Nutzung auch gefragt, ob es das Alltagsleben erleichtert, schwieriger macht, oder ob kein Unterschied besteht. Die Mehrheit der Nutzer und Nutzerinnen fand, dass die Automaten – wiederum bezogen auf alle drei Gerate und in allen untersuchten Stadten – eine Erleichterung darstellen. Fast ein Drittel der Nutzer in Mannheim gab allerdings auch an, dass Fahrkartenautomaten ihr Alltagsleben erschweren. Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Stadten werden im Beitrag vorgestellt. Die Ergebnisse verweisen auf Beziehungen zwischen Alter und Technik, die in vertiefenden Studien weiter untersucht werden sollten.
| year | journal | country | edition | language |
|---|---|---|---|---|
| 2000-06-19 | Zeitschrift f�r Gerontologie und Geriatrie |