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Gewalttätig durch Medien?

Michael KunczikAstrid Zipfel

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Spektakulare Gewalttaten wie die Schul-Amoklaufe in Littleton, Colorado (1999), in Erfurt (2002), Emsdetten (2006) oder Winnenden (2009) losen immer wieder Aufmerksamkeitswellen fur das Thema „Medien und Gewalt“ aus. Zwar fallt die offentliche Diskussion um die Ursachen solcher Ereignisse mittlerweile etwas differenzierter aus, d.h. Mediengewalt wird in der Regel nicht mehr monokausal als Gewaltverursacher angesehen. Violente Medieninhalte, v.a. gewalthaltige Computerspiele, gehoren jedoch regelmasig zu den Faktoren, uber die besonders intensive und kontroverse Auseinandersetzungen stattfinden. Auch der Ruf nach einem Verbot so genannter „Killerspiele“ lasst im ritualgleichen Ablauf entsprechender Debatten zumeist nicht lange auf sich warten. Wie gefahrlich sind violente Filme und Spiele wirklich? Und welche sozialpadagogischen Ansatzpunkte/Ansatze fur eine Eindammung moglicher negativer Folgen des Konsums von Mediengewalt gibt es? Zur Beantwortung dieser Fragen soll im Folgenden dargestellt werden, welche Erkenntnisse die Forschung zur Wirkung von Gewalt in den Medien und zur Effektivitat gewaltbezogener medienpadagogischer Interventionsmasnahmen erbracht hat (vgl. dazu ausfuhrlich Kunczik/Zipfel 2006).

https://doi.org/10.1007/978-3-531-92376-5_8