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Michael Kunczik

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Globalisierung und Provinzialisierung von Kultur durch Massenkommunikation

1998

Die Diskussion um die Globalisierung der Kultur ist durch zwei Ereignisse wieder in den Vordergrund der offentlichen Diskussion gelangt. Zum einen drohte im Herbst 1993 die Gefahr, das der Streit zwischen den USA und Frankreich um die Behandlung der audiovisuellen Medien im Rahmen des GATT den Abschlus der Verhandlungen zum Scheitern brachte. Frankreich war nicht bereit, seine audiovisuelle Kultur wie normale Waren behandeln zu lassen. Es gab und gibt seitdem in Frankreich massive Bemuhungen, die kulturelle Identitat wahren zu wollen. Das zweite Ereignis, das im vorliegenden Kontext von Bedeutung ist, war die Unterzeichnung des Telecommunications Reform Act durch Prasident Clinton im Februa…

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Medienpädagogische Maßnahmen gegen Mediengewalt

2017

Sozialwissenschaftliche Forschung soll, wie bereits Max Weber in Vom Inneren Beruf der Wissenschaft forderte, (auch) praktisch verwertbare Ergebnisse erbringen. Es ist zu fragen, worin der Nutzen der Medien- und Gewalt-Forschung besteht? Was fur medienpadagogische Masnahmen sind aufgrund von Forschungsergebnissen erarbeitet worden, um mogliche negative Wirkungen von Gewaltdarstellungen zu verhindern oder abzuschwachen? Befunde zur Wirkung von Mediengewalt sollten in die medienpadagogische Praxis umsetzbar sein. Die Wirkungen derartiger Masnahmen wiederum muss empirisch uberpruft werden. Dabei sind bei der Erforschung der Wirksamkeit medienpadagogischer Masnahmen durch Eltern und Schulen (Le…

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Wirkungen von Mediengewalt: Theorien, Befunde und Problemgruppenanalysen

2017

Die von Aristoteles stammende Katharsisthese stellt neben Platons Uberlegungen zum Lernen aus Marchen und Sagen die alteste Erklarung der Wirkungen von Mediengewalt dar. Das Mitvollziehen beobachteter Gewalt in der Phantasie soll demnach eine fur andere unschadliche Abfuhr von Aggression ermoglichen. Die Katharsisthese ist zwar von der Forschung eindeutig widerlegt worden, damit aber keineswegs aus der Diskussion verschwunden.

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Historische Aspekte der Diskussion um Mediengewalt

2017

Bei den Diskussionen um mogliche Auswirkungen der jeweils Neuen Medien sind zunachst immer auch negative Auswirkungen vermutet worden (nur fur die Hohlenmalerei kann dies nicht dokumentiert werden). Die Zeiten vor der Einfuhrung eines Neuen Mediums wurden und werden gern als ‚Gute Alte Zeit‘ verklart. Bereits bei der Erfindung der Schrift wurden negative Auswirkungen auf den Intellekt bzw. die Gedachtnisleistung der Jugend befurchtet, da nunmehr alles aufgeschrieben werden konnte, musste es nicht mehr gelernt werden.

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Zum Aufbau des Bandes

2017

Das Buch gibt eine Ubersicht uber den aktuellen Stand der Forschung und die wichtigsten theoretischen Ansatze zur Erklarung der Wirkungen von Mediengewalt. Die Theorien werden ausfuhrlich dargestellt, um eine selbststandige weitere Arbeit sowie das Verstandnis anderer Texte zu erleichtern. Die Befunde der Medien-und-Gewalt-Forschung belegen, dass die grose Mehrzahl der Rezipienten (auch Kinder und Jugendliche) ungefahrdet ist. Gesichert ist aber auch, dass Mediengewalt bei einer Minderheit ein in seiner Bedeutung nicht zu unterschatzender Faktor neben anderen Faktoren bei der Entstehung realer Gewalt sein kann. Die Wirkungen von Mediengewalt hangen ab von den personlichen Eigenschaften der …

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Einleitung: Einführung in die Diskussion

2017

Die Problematik Medien und Gewalt ist in letzter Zeit besonders durch School Shootings wieder ins Interesse der Offentlichkeit gelangt. School Shootings sind Amoklaufe bei denen Schuler an Schulen Totungen bzw. Totungsversuche begehen, wobei die Opfer uberwiegend Lehrer und Mitschuler sind.

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Schlussfolgerungen und weitere Forschungen

2017

Die kulturpessimistische Vorstellung einer durch Mediengewalt verrohten und verwahrlosten Gesellschaft bzw. Jugend ist durch die Forschung widerlegt: Die grose Mehrheit der Nutzer nimmt keinen Schaden, aber bei Risikogruppen kann Mediengewalt negative Effekte haben. Obwohl ‚nur‘ bei einer Minderheit negative Wirkungen auftreten, durfen dies Minderheiten allein schon angesichts der Grose der Grundgesamtheit ‚Jugendlichen in Deutschland‘ nicht ignoriert werden: Es handelt sich auf keinen Fall um eine Quantite negliable. Jeder Einzelfall negativer Wirkung bedarf der Beachtung. Den einen entscheidenden und endgultigen Beweis fur die Gefahrlichkeit (oder auch die Harmlosigkeit) von Mediengewalt …

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Violence as Media Content, Effects of

2012

Media studiesPsychologyMedia content
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Begriffsklärung Gewalt und Mediengewalt, Medienwirkungen und Inhaltsanalysen

2017

Diese Definition ist nicht problemlos: Wie wird die Absicht erschlossen? Handelt es sich bei vom Handelnden unbeabsichtigten aber vom Empfanger als aggressiv wahrgenommenen Verhaltensweisen um Gewalt? Strukturelle Gewalt, die in ein soziales System eingebaute soziale Ungerechtigkeit, spielt in der Forschung kaum eine Rolle und wird deshalb im Folgenden nicht weiter beachtet.

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Gewalttätig durch Medien?

2010

Spektakulare Gewalttaten wie die Schul-Amoklaufe in Littleton, Colorado (1999), in Erfurt (2002), Emsdetten (2006) oder Winnenden (2009) losen immer wieder Aufmerksamkeitswellen fur das Thema „Medien und Gewalt“ aus. Zwar fallt die offentliche Diskussion um die Ursachen solcher Ereignisse mittlerweile etwas differenzierter aus, d.h. Mediengewalt wird in der Regel nicht mehr monokausal als Gewaltverursacher angesehen. Violente Medieninhalte, v.a. gewalthaltige Computerspiele, gehoren jedoch regelmasig zu den Faktoren, uber die besonders intensive und kontroverse Auseinandersetzungen stattfinden. Auch der Ruf nach einem Verbot so genannter „Killerspiele“ lasst im ritualgleichen Ablauf entspre…

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