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E. V. Wasielewski
Bakteriologischer Beitrag über den Wirkungsmechanismus des Chlorophylls bei der Desodoration
An Hand einer einfachen Versuchsanordnung wird festgestellt, das Chlorophyll nicht in der Lage ist, stark riechende Substanzen organischer und anorganischer Herkunft in vitro zu desodorieren. Andererseits konnte gezeigt werden, das B. proteus in Gegenwart von Chl. seine Stoffwechselleistungen insofern andert, als die normalerweise auftretenden Endabbauprodukte seines Eiweisstoffwechsels (H2S, NH3, Methylindol) in erheblich geringerem Mase gebildet werden. Eine Arbeitshypothese, das es sich bei diesem Vorgang um eine Blockierung bestimmter proteolytischer Enzyme handelt, wird an Hand der masgeblichen Literatur diskutiert. Im Verlauf mehrerer Versuchsserien konnte qualitativ und quantitativ a…
Experimentelle Studien zum Wesen des Cortisoneingriffs bei Virusinfektionen unter besonderer Berücksichtigung von Interferenzmechanismen
Anknupfend an fruhere Untersuchungen mit Cortison am tierexperimentellen Virusinfekt wurden zur Frage nach dem Wesen des Eingriffs dieses Hormons am Modell der Influenza-Infektion im Brutei erneut Versuche durchgefuhrt. Hierbei kamen wir zu folgenden Beobachtungen: 1. Unter Cortisonzufuhr kommt es zu einer erhohten Virusausbeute, insbesondere beim Influenza-B-Lee-Infekt, und zwar sowohl im embryonierten Brutei als auch an der isolierten Allantoismembran; Influenza-A-Virus-Infekte reagierten erst bei weit hoheren Cortisondosen. 2. Cortison bewirkt eine erhebliche Proteinsynthesehemmung im gesamten wachsenden Embryonalsystem; 24 Std nach der Appplikation des Hormons last sich bereits eine Sto…
Die Virulenz von A-Streptokokken im Verlauf verschiedener Wachstumsphasen
Es wird experimentell festgestellt, das der Virulenzgrad einer A-Streptokokkenkultur statistisch signifikant im Verlauf der verschiedenen Wachstumsphasen variiert. Zur Zeit der Latenzphase ist eine nur geringe Virulenz der Bakterienpopulation anzutreffen, sie steigt zu einem Maximum im Verlauf der log. Wachstumsphase an und sinkt in der stationaren Phase allmahlich wieder ab, bis zu niedrigen Werten im Bereich der Keimreduktionsphase. Diese Virulenzschwankungen der Population sind keine Funktion der Keimzahl (Injektion gleicher Keimmengen, praktisch konstantes Tot-Lebend-Keimverhaltnis), sondern sind als Ausdruck des Zustandes der Keime in den verschiedenen Wachstumsphasen aufzufassen.
Physikalische Eigenschaften von keimtötenden Aerosolen und kÜnstlichen Keimnebeln
Es wird die Verteilungstendenz, die Schwebedauer sowie eine Teilchengrosenbestimmungsmethode kUnstlicher Aerosole und das Verhalten von Keimnebeln unter verschiedenen Luftbedingungen (relative Luftfeuchtigkeit, Temperatur, elektrische Ladung) beschrieben. Aus den Versuchen ergibt sich, das bei der Verwendung von Aerosolen zu Luftdesinfektionszwecken auf einige Punkte zu achten ist: 1. Vermeidung zu groser Luftstromungen in dem zu desinfizierenden Raum, 2. Wiederholung der Aerolisierung mindestens alle 2–3 Std mit einem geeigneten Desinfektionsmittel, wenn Keimfreiheit der Luft erreicht werden soll, 3. Wiederholung der Verneblung wenigstens alle 4–5 Std, wenn Keimarmut erreicht werden soll, …
Die aerogene tuberkulöse Infektion und ihre Bekämpfung durch Aerosole und Glykoldämpfe
Nach einer Erorterung der Ansichten uber die aerogene tuberkulose Pulmonalinfektion werden Verfahren zur Abtotung in der Luft suspendierter Tuberkelbakterien beschrieben. Neben der Luftentkeimung durch UV-Licht kommt den Desinfektions-Aerosolen und -Dampfen eine besondere Bedeutung zu. An Hand einer Reihe von experimentellen Untersuchungen uber die Aerolisierbarkeit, die Schwebedauer sowie uber das Verhalten wasriger und mucin-serumhaltiger Tuberkelbakterien-Aerosole gegenuber Desinfektions-Aerosolen undTag-Dampf wird die Wirksamkeit beider Methoden gegenuber in der Luft schwebenden Tuberkelbakterien bewiesen.