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AUTHOR
Herbert Kargl
Das Internal-Control-System im ADV-Bereich
Das Internal-Control-System (synonym werden haufig gebraucht: Internal Control, internes Kontrollsystem, innerbetriebliches Kontrollgefuge, System der unternehmungsinternen Uberwachung) umfast nach einer Definition des amerikanischen Instituts der Wirtschaftsprufer „den Organisationsplan und alle aufeinander abgestimmten Methoden und Masnahmen in der Unternehmung, um deren Vermogen zu sichern, die Richtigkeit und Zuverlassigkeit der Abrechnungsdaten zu gewahrleisten, die Wirtschaftlichkeit der Ablaufe zu fordern und die Einhaltung der Unternehmungspolitik zu unterstutzen“ (Rolle, 1970, S. 617; siehe auch Pougin, 1959, S. 15).
ADV-unterstützte Planungsrechnung als Aufgabe des Controllers
Wie in den vorhergehenden Kapiteln bereits herausgearbeitet wurde, bestehen die Aufgaben des Controllers einerseits in der Informationstransformation und Informationsbereitstellung, andererseits in der Systematisierung und Institutionalisierung der Prozesse der Informationstransformation und Informationsbereitstellung, also in der Schaffung von Informationssystemen.
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bei ADV
Die Buchfuhrung last sich als ein vergangenheitsbezogenes Ermittlungsmodell zur Erfassung monetar quantifizierbarer betrieblicher Vorgange unter Anwendung bestimmter Abbildungsregeln auffassen (vgl. Rolle, 1972). Sie ist mit den anderen Bereichen des betrieblichen Rechnungswesens verknupft. Ihre Hauptaufgaben im Rahmen des Rechnungswesens bestehen in Dokumentation und Rechenschaft bzw. Planung und Kontrolle.
Planung von ADV-Projekten
Mit ADV-Projekten wird hier die Entwicklung und Implementierung von Anwendungssystemen der Datenverarbeitung in Wirtschaft und Verwaltung bezeichnet; es ist das Aufgabengebiet, das sich mit der automatisierten Abwicklung von administrativen und dispositiven Aufgaben der Unternehmensfuhrung sowie mit der Unterstutzung von Entscheidungsprozessen durch den Computer befast (vgl. Mertens, 1972).
Computerunterstütztes Controlling in den betrieblichen Funktionalbereichen
Das Ziel dieses Kapitels ist es, Moglichkeiten und aktuelle Probleme des computerunterstutzten Controlling in den betrieblichen Funktionalbereichen aufzuzeigen. In Anbetracht des begrenzten Umfanges sei hinsichtlich der Technik der Berichtsgestaltung und hinsichtlich der Zusammenstellung von Informationen, die in den Funktionalbereichen fur Controllingzwecke Verwendung finden konnen, auf eine fruhere Veroffentlichung (Mertens und Griese, 1972) verwiesen.
Das Controlling-Konzept
Die aus den USA ubernommenen Begriffe „Controlling“ als eine Aufgabe und Aktivitat und „Controller“ als Trager dieser Aufgabe und Aktivitaten erlauben nicht ohne weiteres richtige Schlusse auf den Inhalt dieser Aufgabe und auf ihren Trager. Da die Schreibweise und der Wortklang von Controlling und Controller weitgehend mit dem deutschen Wort „Kontrolle“ ubereinstimmen, besteht haufig immer noch die Vorstellung, es handle sich hier um die Aufgabe und Tatigkeit reinen Kontrollierens bzw. um einen reinen Kontrolleur oder Revisor.
Systemdokumentation und Controlling
Die Dokumentation, verstanden als eine Sammlung von Unterlagen zur System-beschreibung, ist fur die Entwicklung, den Betrieb, die Steuerung und Uber-wachung eines Systems von fundamentaler Bedeutung. Die Entwicklungen von komplexen betriebswirtschaftlichen Anwendungssystemen fur Datenverarbeitungsanlagen haben gezeigt, das ca. 10 bis 20 % der gesamten Entwicklungs-kosten fur Dokumentationsarbeiten aufgewendet werden mussen (Rubin, 1970). Die Arbeiten des Controllers, der an Entscheidungs-, Planungs- und Ausfuhrungstatigkeiten mitwirkt und dabei die Linien des organisatorischen Aufbaus „kreuzt“, beziehen sich zu einem betrachtlichen Teil auf die Dokumenterstel-lung und -auswertung. Von zentr…
Controllerbericht über das ADV-Anwendungsgebiet Rechnungswesen bei der Firma Watt AG
Die Firma Watt AG ist ein fiktives Unternehmen, in welchem das Aufgabengebiet Rechnungswesen auf ADV umgestellt worden ist. Der Controllerbericht, der sich an die Geschaftsleitung wendet, soll Aufgaben und Arbeitsweise des Controllers nach den Phasen Projektentwicklung und Projektimplementierung erlautern. Dazu wird unterstellt, das es sich um eine Erstprufung handelt, bei der insbesondere die Prinzipien programmierter Kontrollen, die Funktionstrennung, die Verantwortungsabgrenzung und die Dokumentation zu analysieren sind. Diesem Controllerbericht liegt ein praktischer Fall zugrunde.
Die Revision im ADV-Bereich
Fast man Controlling als die „Unterstutzung der Steuerung der Unternehmung durch Informationen“ (Hoffmann, 1972, S. 85) auf, so gehort zu den Controlling-aufgaben auch die Erarbeitung von Informationen daruber, ob das System betrieblicher Regelungen (inkl. der Controllertatigkeit selbst) im Sinne der zugrundeliegenden unternehmerischen Zielsetzung funktioniert bzw. zu funktionieren imstande ist. Dieser Bereich der Controllingaufgaben wird als interne Revision (Synonym: Prufung) bezeichnet (vgl. hierzu das 1. Kapitel).
Die informatorische Basis für betriebliche Planungen
Die Planung, insbesondere die Gewinn-, Investitions-, Finanz-, Absatz- und Kostenplanung, zahlt ebenso zu den Hauptaufgaben eines Controllers (Agthe, 1969) wie die Uberwachung der Planerfullung. Beide Aufgaben benotigen effiziente Informationssysteme (Rechnungs- und Berichtswesen). Dabei induzieren die Uberwachungsinformationen ggf. erforderliche Kurskorrekturen oder auch Plananderungen. Sie konnen aber auch Basis fur Neuplanungen sein. Jede Planung verlangt Informationen uber gegenwartige Konstellationen und uber die Erwartungen hinsichtlich zukunftigen Geschehens. Diese Informationen sind dann Planungsparameter und insofern Planungsinput, wahrend die Planungs-ergebnisse informatorischer P…
Hurra — dem Erbsenzählen entwachsen!
Datenerfassung und Controlling
Wird der Ubung gefolgt, im EDV-Bereich zwischen Aufgaben der Entwicklung und Arbeiten der Produktion zu unterscheiden, so ist festzustellen, das dem Controlling hinsichtlich der Datenerfassung in beiden Bereichen Obliegenheiten erwachsen, Obliegenheiten, die sowohl der Kontroll- als auch der Planungsfunktion entstammen und die Wirtschaftlichkeit sowie Ordnungsmasigkeit zum Gegenstand haben.
Kosten- und Leistungsverrechnung
In den meisten Unternehmen ist es heute ublich, Guter und Dienstleistungen genau zu kalkulieren und diese — sofern es sich um innerbetriebliche Leistungen handelt — den Auftraggebern bzw. den leistungsempfangenden Abteilungen detailliert anzulasten. So zahlt es zur kostenrechnerischen Selbstverstandlichkeit, die Leistungen z. B. einer unternehmenseigenen Vervielfaltigungsstelle grundlich zu kalkulieren und den Leistungsempfangern zu belasten, um die da-durch verursachten Gemeinkosten „genauer“ zu verteilen oder die Nutzung dieser Ressourcen zu beeinflussen.