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Die Beziehungen des Ovariums zu den innersekretorischen Drüsen, zum Zwischenhirn, zur Psyche, den Umweltfaktoren und dem vegetativen Nervensystem

Max Watzka

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Es ist heute eine allgemeine Erkenntnis, das die Keimdrusen von anderen inkretorischen Organen und auserdem noch von verschiedenartigen inneren und auseren Faktoren wesentlich beeinflust werden. Von den endokrinen Drusen ist es vor allen anderen die Hypophyse, die auf das Ovarium einwirkt. Es ist noch nicht entschieden, ob die gonadotropen Hormone der Hypophyse — das Follikelstimulierungshormon und Luteinisierungshormon — als verschiedene Stoffe sezerniert werden oder ob sie erst im Laufe der analysierenden chemischen Verarbeitung von Vorderlappengewebe als Spaltprodukte eines einzigen gonado tropen Hypophysenhormons entstehen (OBER 1952, WAIDL 1953). Zwischen beiden besteht ein Synergismus. Gereinigtes Luteinisierungshormon allein bewirkt keine Luteinisierung bei weisen Mausen, jedoch zusammen mit FSH gegeben erzeugt es zahlreiche Corpora lutea (THOMOPOULOU und Lx 1954). Hypophysenunterfunktion bei graviden Kaninchen bedingt schon bei den Neugeborenen eine verringerte Grose der Ovarien und reichliche Degenerationserscheinungen (TANIOKA 1936). Bei Hypophyseninsuffizienz findet sich bei Frauen nach SHEEHAN (1953) keinerlei Zeichen einer follikularen Tatigkeit. Primarfollikel mit kleinen Eizellen kommen aber unabhangig von der Hypophysenleistung auch im funktionslosen Ovarium vor und schwinden erst zur Zeit des Klimakteriums, wie es auch unter normalen Verhaltnissen der Fall ist. Wie MACCHIARULO (1935) u. a. festgestellt haben, verhindert Hypophysektomie nicht nur die spontane Follikelentwicklung,sondern auch die vollstandige Ausreifung der grosen Follikel.

https://doi.org/10.1007/978-3-642-47981-6_14