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RESEARCH PRODUCT

Ergebnisse des Hypothermienetzwerks des Universitätsklinikums Dresden von 2010–2017. Entwicklung der Hypothermietherapie bei Neugeborenen in Deutschland

Catharina Whybra-trümplerJonas SchererEva Mildenberger

subject

Gynecologymedicine.medical_specialtybusiness.industryObstetrics and GynecologyHypothermiaUniversity hospital03 medical and health sciences0302 clinical medicine030225 pediatricsMaternity and MidwiferyPediatrics Perinatology and Child HealthMedicinemedicine.symptombusiness030217 neurology & neurosurgery

description

Einleitung Die Hypothermiebehandlung (TH) verbessert bei Neugeborenen mit hypoxisch-ischamischer Enzephalopathie (HIE) das Outcome und sollte bei Hinweisen fur eine perinatale Asphyxie und Zeichen einer moderaten oder schweren HIE angewendet werden. Material/Methode Die Haufigkeit der HIE und der Anwendung der TH wurde aus den Daten der Neonatalerhebung und den Daten des 2010 etablierten Hypothermieregisters extrahiert. Letztere wurden daruber hinaus zur Analyse des kurzfristigen Outcomes herangezogen. Ergebnisse Zwischen 2010 und 2017 schlossen sich 106 der 213 (Stand Marz 2020) deutschen Perinatalzentren dem Register an. Die Ruckantwortquote lag zwischen 22 und 60%. Im Register wurden pro Jahr im Median 164 (IQR 115–224) TH bei Neugeborenen mit HIE erfasst, in der Neonatalerhebung 517 (382–664) bei 543 (432–583) Fallen von HIE. Seit 2014 lag die Zahl der TH uber den berichteten Fallen von HIE. Nach TH bei klassischer Indikationsstellung verstarben 10,4% (8–13%) der Neugeborenen. 81% (78–82%) der Neugeborenen wurden nach Hause entlassen, 3,6% (3–5%) in eine Rehabilitationseinrichtung bzw. 5,4% (5–7%) in eine andere Klinik verlegt. Bei Entlassung wurden 89% (87–89%) der Patienten ausschlieslich oral ernahrt. Diskussion Nach Etablierung der TH in die klinische Routine stieg die Zahl der behandelten Neugeborenen kontinuierlich an. Aktuell liegt die Zahl der TH uber der Anzahl der Neugeborenen mit HIE, was nur schwer zu erklaren ist, da das Vorliegen einer moderaten oder schweren HIE Voraussetzung fur die TH ist. Die Daten des Hypothermieregisters zeigen fur den untersuchten Zeitraum keine deutlichen Veranderungen bezuglich Mortalitat oder neurologischem Outcome.

https://doi.org/10.1055/a-1164-7174