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RESEARCH PRODUCT

Die ethische Relevanz der ästhetischen Kontemplation

Margit Ruffing

subject

lcsh:Ethicslcsh:Philosophy (General)lcsh:Blcsh:Philosophy. Psychology. Religionlcsh:B1-5802lcsh:BJ1-1725

description

Schopenhauers hat seine Philosophie von der Welt als Wille und Vorstellung als Gesamtsystem in vier Teilen durchgefuhrt: Die Einheit des Wesens der Welt wird sichtbar im Ausgang vom willens- und zweckbestimmten naturlichen Erkennen (1. Buch) uber die Erkenntnis der Erscheinungshaftigkeit (Objektitat) des Willens am eigenen Leib (2. Buch) und die Moglichkeit der willensfreien, idealen Erkenntnis in der asthetischen Kontemplation (3. Buch) bis zur Durchschauung des principium individuationis, d.h. der Selbsterkenntnis des Willens (4. Buch). In diesem Beitrag wird die Theorie der asthetischen Kontemplation als eine Philosophie des Bewusstseins aufgefasst, die die zentrale Bedeutung des dritten Buches fur das Gesamtsystem legitimiert. Dabei steht die spezifische Geisteshaltung der Besonnenheit im Zentrum der Betrachtungen, insofern sie Erkenntnisbedingung und Kennzeichen der menschlichen Moralitat ist. In der Realitat der asthetischen Kontemplation zeigt sich demnach schon die Moralitatsfahigkeit des menschlichen Bewusstseins als Bedingung der Moglichkeit moralischen Handelns.

10.5007/1677-2954.2012v11nesp1p253https://periodicos.ufsc.br/index.php/ethic/article/view/26372