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Otto Braun-falco

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Gonorrhoe, Blennorrhoe (Tripper)

1969

Noch vor zwei Jahrzehnten war die Gonorrhoe (γόνος = Samen; \( \varrho '\varepsilon '\omega \) έω = fliesen; βλέννα = Schleim) ein ernstes Problem von groster sozialhygienischer und bevolkerungspolitischer Bedeutung, das staatliche Instanzen und die Arzteschaft als bedenkliche Volksseuche unausgesetzt in Bewegung hielt. Diesen Schrecken hat die Gonorrhoe (Go) durch die Penicillin-Behandlung verloren. Wie oft Go heute noch vorkommt, ist schwer zu sagen, weil die Krankheit zwar behandelt, aber nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen gemeldet wird. In den letzten Jahren scheint die Morbiditat in der Welt wieder zuzunehmen. Wohl sicher ist sie haufiger als es den Anschein erweckt.

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Granulomatöse Erkrankungen der Haut

1969

Hier werden einige andernorts schwer einzuordnende Hauterkrankungen besprochen, deren fuhrendes feingewebliches Substrat eine atiologisch ungeklarte granulomatose Entzundung darstellt.

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Erkrankungen von Glans und Praeputium

1969

An Glans, Kranzfurche und innerem Praputialblatt kommen einige Erkrankungen vor, unter denen entzundliche Phimose, Balanitis und Paraphimose pathogenetisch in Beziehung zu venerischen Erkrankungen stehen konnen. Die gleichen Veranderungen kommen aber auch selbstandig vor. Atiologisch haben sie also mit Geschlechtskrankheiten nichts zu tun.

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Durch Würmer erzeugte Hauterscheinungen

1969

Klimatische Faktoren und mangelhafte Hygiene begunstigen in den Tropen das Vorkommen zahlreicher krankheitserzeugender Wurmarten. Im gemasigten Klima ist die Zahl der krankheitserzeugenden Wurmarten kleiner. Wichtig sind einige Nematoden, Cestoden und Trematoden.

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Ulcus molle (Weicher Schanker)

1969

Das Ulcus molle (U. m.) ist eine ausgesprochene Geschlechtskrankheit. Ubertragung erfolgt fast nur durch den Geschlechtsverkehr. Die Krankheit ist selten, am ehesten noch in Gros- und besonders in Hafenstadten. Auffalligerweise ist das U. m. bei Mannern etwa 5mal so haufig wie bei Frauen, unter denen Prostituierte anscheinend Bazillentragerinnen abgeben.

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Auf das weibliche Genitale beschränkte Krankheitszustände

1969

Die gleichen Erosionen wie bei Balanitis erosiva kommen auch bei Frauen vor (Vulvitis erosiva circinata). Die Ubertragung des Balanitiseiters vom Mann auf die Frau scheint den gleichsinnigen Prozes zu erzeugen. Trotzdem handelt es sich nicht um eine echte Infektionsvermittlung, die zwangslaufig den Prozes verursacht, denn Trockenlegung fuhrt zu sofortigem Abklingen. Es ist also das feuchte Milieu, welches die virulenzgesteigerte Mischflora auf den mazerierten, aufgequollenen Haut- und Schleimhautbezirken zum Anwachsen bringt. Stets ist auch an venerische Infektion zu denken.

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Leishmaniasis der Haut

1969

An der Haut unterscheidet man zwei Formen von Leishmaniasis, Orientbeule oder kutane Leishmaniasis und die sudamerikanische oder mucokutane Leishmaniasis. Die transatlantische Form ist bosartiger, da nicht nur Haut, sondern auch Schleimhaute, schlieslich auch Knorpel und Knochen befallen werden konnen. Zwischen den Erregern beider Formen besteht kein fasbarer Unterschied. Auch der Erreger der viszeralen Leishmaniasis, Kala-Azar, ist morphologisch von den ubrigen nicht zu unterscheiden.

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Intoleranzreaktionen der Haut

1969

Besitzt eine Dermatose eine Vielzahl von Ursachen, so ist ihre Definition natur­gemas wesentlich schwieriger als die einer Hautkrankheit mit einer einzigen Ursache. Dies gilt vor allem von den Intoleranzreaktionen am Hautorgan. Hier ist das reaktive Geschehen einem Nerv-Muskelpraparat vergleichbar, an dem alle moglichen Reizungen des Nerven stets den gleichen Erfolg am Muskel haben, namlich eine Kontraktion. Auch die Haut besitzt nur beschrankte Moglichkeiten fur ein reaktives Verhalten.

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Lymphoplasien der Haut

1969

Es handelt sich um (zumeist) gutartige, ruckbildungsfahige Proliferationen der lymphoretikularen Gewebe der Haut (lymphoretikulare Hyperplasie), welche von den adventitiellen Indifferenzzonen der Gefase und den periglandularen Zonen ihren Ausgang nehmen. Vieles spricht fur reaktive Entstehung. Hierzu gehoren: Lymphadenosis cutis benigna, Spiegler-Fendtsches Sarkoid und Lymphocytic Infiltration of the Skin.

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Grundzüge der dermatologischen Diagnostik

1969

In der arztlichen Praxis ist etwa jeder 4. bis 5. Patient ein Hautkranker. In den Tropen gehoren Hauterkrankungen zu den haufigsten Krankheiten uberhaupt. Es ist daher notwendig, das der Arzt in der Lage ist, die wichtigsten Hautkrankheiten zu erkennen und zu behandeln.

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Leukosen (Leukämien) der Haut

1969

Gemeint sind die auf einer progredienten und irreversiblen Wucherung von weisen Blutzellen im Knochenmark oder gleichwertigen Geweben beruhenden Erkrankungen. Weil dieser Wachstumsprozes mit und ohne Vermehrung der Zellelemente im Blut einhergehen kann, unterscheidet man zwischen leukamischen und aleukamischen Leukosen. Da die pathologische Zellproliferation ferner einerseits nur den lymphatischen, andererseits allein den myeloischen hamatopoetischen Zellapparat zu ergreifen vermag, trennt man die lymphatischen Leukosen oder Lymphadenosen von den myeloischen Leukosen oder Myelosen. Pathogenetisch neigt man der Auffassung zu, das die Leukosen zu den echten Tumoren gehoren. Allerdings wird in…

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The Histochemistry of the Hair Follicle

1958

Pathologymedicine.medical_specialtymedicine.anatomical_structureChemistrymedicineImmunohistochemistryHair follicle
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Erkrankungen peripherer Gefäße und periphere Durchblutungsstörungen

1969

Teleangiektasien sind feine, blutrote Gefasreiser, die durch die Haut hindurch-scheinen. Sie konnen so dicht zusammentreten, das sie fleckformig wirken, obgleich bei genauem Hinsehen ein enges teleangiektatisches Geflecht besteht.

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Erkrankungen des Bindegewebes

1996

In diesem Kapitel werden unterschiedliche Erkrankungen zusammengefast, deren gemeinsames Merkmal Veranderungen des Hautbindegewebes darstellen. Dabei kommen quantitative (z.B. Atrophie) ebenso wie qualitative Veranderungen der Bindegewebsfasern, -zellen und -grundsubstanz vor. Gleichzeitig oder sekundar sind stets die vom Bindegewebe getragenen epithelialen Hautanteile (Epidermis, Adnexe), oft auch die Gefase und Nerven mitbetroffen. Die Heterogenitat dieser Erkrankungen wird durch ihre unterschiedliche Atiologie und Pathogenese unterstrichen: kongenitale Defekte, entzundliche Veranderungen unklarer Genese und erregerbedingte Vorgange. Uberschneidungen mit anderen Kapiteln sind haufig, z.B.…

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Moderne topische Glukokortikoide und Antiinfektiva beim superinfizierten atopischen Ekzem: Bilden Prednicarbat und Dodecyldimethylammoniumchlorid ein…

1994

The addition of an anti-infective to a topical glucocorticoid preparation for superinfected atopic eczema is still controversial. To address this question in the context of the topical glucocorticoids of the non-halogenated double-ester type 0.25% prednicarbate cream was compared to the identical preparation incorporating the same amount of the disinfectant didecyldimethylammoniumchloride in patients suffering from atopic eczema carryingStaphylococcus aureus at a density of more than 106 colony-forming units per cm2. One of the preparations was used twice daily over 5 days according to a random plan in a blind fashion. Thereafter treatment was based on either prednicarbate cream or the corr…

Microbiology (medical)medicine.medical_specialtyAllergyPrednicarbatebusiness.industrymedicine.drug_classContext (language use)General MedicineTopical glucocorticoidmedicine.diseaseDermatologyAtopyInfectious DiseasesImmunologyMedicineCorticosteroidAnti infectivesbusinessAntibacterial agentmedicine.drugInfection
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Erkrankungen der Talgdrüsen

1969

Die Verteilung der holokrinen Talgdrusen am Hautorgan ist sehr unterschiedlich. Es gibt talgdrusenreiche Gebiete wie Capillitium, Gesicht, vordere und hintere Schweisrinne, Genitale und demgegenuber talgdrusenarme. Im allgemeinen nehmen die Talgdrusen nach den Korperseiten und zur Peripherie hin sukzessiv ab. An Palmae und Plantae fehlen Talgdrusen ganz.

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Störungen der Melaninpigmentierung

1969

Verandert sein kann die Zahl der Melanozyten oder die Melaninmenge, die durch Melanozyten enzymatisch aus Tyrosin aufgebaut wird. Angeboren oder erworben kann eine lokalisierte oder diffuse Pigmentvermehrung oder -verminderung bestehen.

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Physikalisch oder chemisch bedingte Hautkrankheiten

1969

Bei manchen Menschen reagiert die Haut auf Scheuerung oder unter Druck mit Hyperpigmentation (Reiben von Kleidungsstucken, Druck von Strumpf- oder Bruchbandern und Prothesen).

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Hautkrankheiten durch Störungen des Aminosäuren- und Eiweißstoffwechsels

1969

Diese autosomal-rezessive Enzymopathie ist charakterisiert durch eine Storung der Phenylalaninoxydase, welche fur die Umwandlung von Phenylalanin in Tyrosin verantwortlich ist. Folgen sind: 1. Uberschwemmung des Organismus mit Phenylalanin und seinen Metaboliten 2. erhohte Ausscheidung von Phenylalanin, Phenylbrenztraubensaure sowie weiteren Abbauprodukten im Urin (Phenylketonurie). 3. Verminderung von Tyrosin im Korper.

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Hautkrankheiten durch Störungen des Fettstoffwechsels

1969

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Die nichtgonorrhoischen Urethritiden und ihre Komplikationen

1969

Alle infektios oder anderweitig bedingten Entzundungen der Harnrohre fuhren ubereinstimmend zu Ausflus. Das Bild einer Urethritis ist also im Prinzip stets gleich. Starke und Aussehen des Ausflusses konnen verschieden sein (profus, rahmig-eitrig, sparlich, milchig usw.). Sichere atiologische Ruckschlusse ergeben sich hieraus nicht. Zu gesicherten Differenzierungen gelangt man nur mikroskopisch und kulturell. Manche Urethritiden sind bakterienfrei. Zu denken ist dann an Virusgenese, an chemische oder mechanische Ursachen, auch an konstitutionelle Faktoren.

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Die Fertilitätsuntersuchung und Fertilitätsstörungen beim Mann

1969

Die Ursache von Kinderlosigkeit liegt fast ebenso haufig beim Mann wie bei der Frau. Etwa 15–20% aller Ehen sind ungewollt kinderlos. Die Unfruchtbarkeit der Frau fallt in das Gebiet des Gynakologen, die des Mannes in das des Dermatologen. Die richtige Beurteilung von Fertilitatsuntersuchungen ist heutzutage fur jeden Arzt wichtig.

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Erkrankungen des Haares und des Haarwachstums

1969

Obwohl das Haarkleid des Menschen phylogenetisch gesehen in regressiver Entwicklung begriffen ist und keine wesentliche Funktion mehr zu erfullen hat, wird besonders der Pflege, Erhaltung und modischen Verschonerung des Kopfhaares viel geopfert. Oft suchen Patienten arztlichen Rat wegen Veranderungen der Struktur und Farbe der Haare, wegen zu starkem Haarwachstum an Stellen, wo es normalerweise nicht wachst oder wegen umschriebenem oder diffusem Haarausfall. Storungen des Haarwachstums konnen wichtige Hinweise auf innere Erkrankungen liefern und sind daher in ihrer Erkennung und Beurteilung eine arztliche Aufgabe.

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Erythematöse, erythemato-squamöse und papulöse Dermatosen

1969

Vornehmlich bei Jugendlichen weiblichen Geschlechtes stellt sich haufig ein kurzfristiges, emotionelles Erythem an der oberen Brust, am Hals, gelegentlich auch im Gesicht ein. Erregung, Schamgefuhl, Zorn konnen es auslosen. Nach uberstandener seelischer Emotion klingt das Erythem rasch wieder ab.

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Retikulosen der Haut

1969

„Retikulose” (syn. Retotheliose, Retikuloendotheliose oder Retikulohistiozytose) ist noch kein fest umrissener Begriff. Es sind dies nicht ruckbildungsfahige entweder reaktiv-hyperplastische oder neoplastische Proliferationen, die vom reticulo-endothelialen (= retothelialen), reticulo-histiozytaren oder reticulo-adventitiellen Gewebe ausgehen. Die Ausbreitung des RES im Korper erklart in vielen Fallen das Vorliegen einer Systemerkrankung, z. B. befallt eine interne Retikulose sekundar die Haut. Die Retikulosen der Haut gehen vom retikularen System der Haut aus, das sich vor allem in den sog. Indifferenzzonen im Str. papillare, in den periadventitiellen und periglandularen Zonen findet. Von …

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Erkrankungen des subkutanen Fettgewebes

1969

Stumpfe, mechanische Traumen (Schlag, Stos), Injektionen von Arzneimitteln, besonders von Insulin bei Diabetikern im gleichen Hautareal (Insulin-Lipodystrophie) fuhren zu plattenartigen Indurationen. Die Haut uber ihnen sieht zwar normal aus, ist aber unregelmasig dellenartig eingezogen oder es kommt zu prominierenden, manchmal schmerzhaften Knoten. Sitz der Knoten sind vor allem Arme, Beine und Gesas, bevorzugt bei Frauen.

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Granuloma venereum Donovaniosis

1969

Ausereuropaische Geschlechtskrankheit von geringer Kontagiositat. Am haufigsten in der Sudsee, aber auch in den Sudstaaten der USA. Sekretstauungen in Hautfalten scheinen im feuchtwarmen Tropenklima die Ubertragung zu begunstigen. Hauptlokalisation: Genitalsphare, auffalligerweise das Leistengebiet haufiger als die Genitalien selbst. Farbige sind viel haufiger als Weise befallen. Manner und Frauen im geschlechtsreifen Alter sind gleich oft betroffen. Nach Infektion anfangs eine oder einige juckende Pustelchen im Genitalbereich. Diese vergrosern sich, zerfallen geschwurig, konfluieren und wachsen weiter. Neue Herde, besonders Abklatschherde treten hinzu. Allmahlich entstehen scharf umschrieb…

Gynecologymedicine.medical_specialtyGranuloma Venereummedia_common.quotation_subjectmedicineArtmedia_common
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Maligne Tumoren des retikulären Bindegewebes der Haut

1969

Das Erscheinungsbild des Retothelsarkoms der Haut ist vielgestaltig. Oft entwickelt sich ein einzelner bis tomatengroser Tumor, der von unterschiedlicher Hauttiefe seinen Ausgang nimmt, rasch wachst und zentral tiefgreifend geschworig zerfallt.

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