6533b833fe1ef96bd129b9cc
RESEARCH PRODUCT
Zur Frage der Resorption von Polyphosphaten
M. FingerhutKonrad LangF. Rufsubject
ChemistryMedicine (miscellaneous)General MedicineBiochemistryMolecular biologyIntestinal absorptionResorptionPaper chromatographyDrug DiscoveryMolecular MedicineDigestive tractAbsorption (chemistry)Genetics (clinical)Food ScienceNuclear chemistrydescription
Zur Klarung der Frage nach der Resorption von Polyphosphaten wurden Losungen von32P-markiertem Diphosphat, Triphosphat und einem Natriumpolyphosphat mit 64% P2O5 Ratten mit der Schlundsonde appliziert. Nach einer Verweildauer von 1, 2, 4, 8 und 16 Std dieser Polyphosphate im Magen-Darmtrakt wurden die Ratten dekapitiert und das erhaltene Frischblut radiometrisch und papierchromatographisch untersucht. Im enteiweisten Vollblut konnten nur Monophosphat und AMP nachgewiesen werden, d. h. es wird ausschlieslich anorganisches Monophosphat resorbiert, das durch enzymatische Aufspaltung der Polyphosphate gebildet wird. Dieses Monophosphat wird dann in die organische Bindung der AMP ubergefuhrt und so dem Intermediarstoffwechsel zugeleitet. Polyphosphate besitzen also keine „spezifischen Giftwirkungen“ und unterscheiden sich in der toxikologischen Wirkung weder untereinander noch vom Monophosphat, weshalb ihre Beurteilung mit der von Monophosphat gleichgesetzt wurde. Die tagliche Zufuhr der Polyphosphate mit der Nahrung ist daher nur im Rahmen der taglichen Gesamtphosphatzufuhr (naturlicher P-Gehalt der Nahrung + zugesetzte Mono- und Polyphosphate) zu berucksichtigen.
year | journal | country | edition | language |
---|---|---|---|---|
1965-09-01 | Klinische Wochenschrift |