Search results for "Forensic"
showing 10 items of 1701 documents
Diskurs zu Morphinbefunden im Autopsieblut nach palliativer Schmerzbehandlung
2001
Nach einer Schmerzbehandlung stellt die Beurteilung von Morphin- und seinen Glucuronidkonzentrationen am Leichenblut hohe Anforderungen an einen forensischen Gutachter. Im vorliegenden Beitrag werden wichtige physikochemische Eigenschaften sowie pharmakokinetische Daten der Analyte zusammengestellt und eine kurze Ubersicht des Wissenstands uber die Pharmakokinetik von Morphin gegeben. Die Durchsicht klinischer Untersuchungen ergab eine grose Bandbreite therapeutischer Morphindosierungen und eine hohe Variabilitat aller pharmakokinetischer Parameter. Auf die Auswirkungen einiger Einflussfaktoren wie Applikationsweg, Applikationsfrequenz, ¶Alter und Allgemeinzustand sowie Leber- und Nierenfun…
F. Petersohn (Mainz): �ber das Abrei�en des kindlichen Kopfes w�hrend der Geburt
1959
Es sind 2 Falle dargestellt, bei denen es im Verlauf der Geburt zum Abreisen des kindlichen Kopfes kam. Im I. Fall handelt es sich um eine Normallage einer reifen Frucht, im II. Fall um eine Fruhgeburt im 7.–8. Monat in Steislage. In beiden Fallen ist die Fixierung des Kindes bzw. des Kopfes nicht durch ein Geburtshindernis, sondern infolge Storungen im Geburtsmechanismus erklart. Im ersteren Fall ist es ein Schulterquerstand bei Wehenschwache und krampfartiger Kontraktion der Weichteile, im zweiten Fall aller Wahrscheinlichkeit nach ein Spasmus im unteren Gebarmuttersegment. Die ganzen Umstande lassen im Letzteren an eine gewaltsame Beendigung der Geburt durch dritte Personen denken.
Ist das Vorhandensein von Kohlepartikeln in den Luftwegen von Brandleichen als Zeichen der vitalen Reaktion zu werten?
1959
Auf Grund experimenteller Untersuchungen an totverbrannten Tieren und isoliert den Flammen ausgesetzten Menschenlungen konnten Kohle- oder Ruspartikelchen in den tieferen Luftwegen, in den Gewebsspalten und nicht zuletzt auch in den Gefasen nachgewiesen werden, wobei es sich allerdings hochstwahrscheinlich nicht um Flugrus, sondern um Verbrennungsprodukte des Korpers bzw. um verkohltes Brandmaterial handelt.
Blutgruppen und Partnerwahl
1967
Auf Grund von 786 Zweimanngutachten wurden die Blut- und Serumfaktoren der beiden mannlichen Partner einer Kindesmutter mittels desx2-Tests daraufhin gepruft, ob — haufiger als nach dem Zufall zu erwarten — eine Ubereinstimmung bestimmter Merkmale bei beiden Partnern vorkommt. Bei keinem der untersuchten Merkmale fand sich eine solche Abweichung, d.h. die Ergebnisse stehen nicht im Widerspruch zu der Annahme, das Partnerwahl und Blutgruppenzugehorigkeit voneinander unabhangig sind. Die Voraussetzung fur die Anwendung positiver Vaterschaftsberechnungen ist also von dieser Seite her nicht anfechtbar.
Medikament�se Sterilit�t als T�uschungsmethode bei paternit�tsgutachten
1977
Bei der gerichtlichen Aufklarung einer strittigen Vaterschaft sind Tauschungen moglich. So kann eine medikamentos ausgeloste Infertilitat durch Eingriff an der Spermatogenese, am Spermientransport und an der hormonalen Steuerung herbeigefuhrt werden. Bis-Dichloracetyl-Octamethylendiamin ist aufgrund der spermiogenesehemmenden Wirkung besonders geeignet. Auser einem Antabus-Effekt bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol entstehen keine Nebenwirkungen. Bei der taglichen Einnahme von ca. 200 mg ist nach 2–3 Monaten eine Sterilitat ausgebildet. Nach Absetzen der Substanz ist die Spermatogenese und damit die Fertilitat des Mannes nach etwa 2 Monaten wieder vollig normal.
Postmortale Ver�nderungen am Gehirn
1963
1. Den Ergebnissen einer Grundversuchsreihe an nicht vorgeschadigten Ratten uber postmortale und artefizielle Zell- und Gewebeveranderungen wurden die Befunde bei mit Histamin, Adrenalin vorbehandelten Tieren sowie denen nach Erstickungstod und dem Tod nach Hirntrauma erhobenen Befunde gegenubergestellt. 2. Die Auffassungen uber einen sich nach dem Tod vollziehenden dreiphasigen Strukturwandel und bezuglich der Bedeutung der beim Todeseintritt bestehenden kolloidalen Struktur fur den Typ der postmortalen Veranderungen wurden durch die erganzenden Untersuchungen bestatigt. 3. Die widerspruchsvoll erscheinenden Befunde der bei der Sektion in Erscheinung tretenden Zustandsbilder der sog. Hirns…
Retrograde Luftembolie bei Arrosionsaneurysma der Arteria pulmonalis
1956
Es wird uber ein Arrosionsaneurysma der A. pulmonalis berichtet, nach dessen Ruptur in einen Bronchus hinein es zu einer todlichen Luftembolie kam. Das Zustandekommen einer derartigen “retrograden” Luftembolie wird durch zwei, in ihrem Mechanismus verschiedene, aufeinanderfolgende Abschnitte erklart: Zuerst werden kleinere Luftmengen zu Beginn der Inspiration in die Lungenarterie eingesaugt, solange, bis die Pulmonalklappen schlusunfahig werden. Dann erst kommt es in einer zweiten Phase beim Husten und Wurgen zu einem aktiven Einpressen groserer Luftmengen in das rechte Herz.
�ber eine ungew�hnliche Vaccine-Infektion bei einem Neugeborenen
1955
Zusammenfassung Es wird über eine Vaccineinfektion bei einem Säugling berichtet, der am 20. Lebenstag unter dem Bilde einer Virussepsis starb und versucht, an Hand des klinischen Verlaufes und des Sektionsbefundes den Gang der Infektion zu klären.
Operationszwischenfall und Narkose
1973
Zur Klarung der Kausalitat bei einem todlichen Narkosezwischenfall mus der Gutachter die pharmakologischen Eigenschaften des verwendeten Anaestheticums, seine Dosierung und Applikationsweise in die Begutachtung mit einbeziehen. Die Narkosemittel sind von sehr unterschiedlicher chemischer Struktur, eine allgemein anerkannte Theorie uber ihre Wirkungsweise existiert nicht. Man bleibt deshalb auf Konzentrationsbestimmungen unter Beobachtung klinischer Effekte angewiesen. Konzentrationsablaufe bei Inhalationsnarkosen mit dem lipoidloslichen Narkosegas Halothan wurden wahrend und nach klinischen Routinenarkosen im Blut und in Tierversuchen in Blut und Geweben beobachtet. Es lassen sich drei Losu…
Adrenalin und Alkoholverteilung während der Anflutungsphase
1971
Wahrend der Alkoholanflutung liegt, bis zum Erreichen des Verteilungsgleichgewichtes, die Alkoholkonzentration im arteriellen Blut hoher als im venosen. In Versuchen an narkotisierten Kaninchen (Nembutal i.v.) konnte gezeigt werden, das eine hohere Maximalkonzentration im arteriellen Blut wahrend der Anflutungsphase erreicht wird, wenn vor der Alkoholgabe (0,8 g Alkohol pro kg Korpergewicht; 33% [w/w] wasrige Losung) Adrenalin intravenos verabreicht wird. Die mittlere arterielle Maximalkonzentration der Kontrollgruppen betrug 2,53±0,28 Promille gegenuber 4,05±0,09 Promille bei den mit Adrenalin vorbehandelten Tieren. Wird vor dem Adrenalin der Alpha-Receptorenblocker Thymoxamin (Opilon®) ve…